Sint-Maartenskerk

Schon um 650 befand sich am Standort der heutigen Sankt-Martinskirche ein „Bethaus“. Später wurde hier eine romanische Kirche errichtet, an deren Stelle im Mittelalter eine gotische Kirche trat, ihr Bau dauerte von 1390 bis 1466. Der Steinturm in Brabanter Gotik stammt aus dem Jahr 1439. Aber er wurde 1862 vom Blitz getroffen und die hölzernen Teile des Turms brannten vollständig ab. Die Turmspitze wurde in den Jahren danach vollständig wiederhergestellt. In der hölzernen Spitze hängt ein Glockenspiel mit 49 Glocken. Die Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche. Der mittlere Hochchor, die beiden Seitenchöre und die St.-Anna-Kapelle wurden nach dem Brand von 1862 in neugotischem Stil wiederaufgebaut.

Die Kirche beherbergt eine ansehnliche Reihe von Kunstschätzen. Das Prunkstück ist zweifellos das „Triptychon vom Heiligen Geist“ von Bernard de Rijckere aus dem Jahr 1587: eine Pfingstdarstellung  mit der Taufe Jesu und der Schöpfung Adams. Beeindruckend ist das einzigartige, 6,50 m hohe Sakramentshaus aus dem Jahr 1585.

Wertvolle kirchliche Gegenstände wie Kasel aus dem 16. Jahrhundert und Antependien (Verkleidungen für den Altarunterbau) stehen auf der Nominierungsliste für das Verzeichnis der Flämischen Spitzenexponate. Um diese Stücke optimal aufzubewahren, wurde beschlossen, die bestehende St.-Eligius-Kapelle (1450) als Schatzkammer einzurichten. Die Schatzkammer wird regelmäßig für das Publikum geöffnet.

Der Stadtspaziergang „Die Metamorphose der Stadt“ und der „10 000-Schritte-Spaziergang“ führen an der Sankt-Martinskirche vorbei.
Geöffnet an Werktagen von 7.30 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr (1. Oktober bis 31. März bis 17 Uhr).

Keine Besichtigungen während der Gottesdienste.

Im Sommer werden regelmäßig Führungen im Sankt-Martinsturm organisiert. Es lohnt sich: Oben auf dem Turm hat man eine spektakuläre Aussicht!

Ort: Sint-Maartenskerkstraat

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