Baggaertshof

Der Baggaertshof wurde 1638 von den Schwestern Baggaert gegründet, die dort zwölf kleine Häuser und eine Pförtnerwohnung für arme Witwen und unverheiratete Frauen einrichteten. Zusammen mit einer Kapelle stehen diese Häuschen rund um einen rechteckigen Innenhof. Die Gründerinnen und später deren Erben entschieden darüber, wer hier aufgenommen wurde. Es wurden „Regelen en ordonnantiën“ (Regeln und Verordnungen) für die Bewohner aufgestellt. So waren die Bewohner verpflichtet, früh nach Hause zu kommen, um die große Glocke zu läuten. In der Kapelle wird die Heilige Dympna gegen Wahnsinn und Epilepsie angerufen. Bereits jahrhundertelang befindet sich hier ein Kräutergarten. 1981 wurde von der „Werkgroep Kruiden Medici“ (Arbeitsgruppe Heilkräuter), einer Vereinigung aus Apothekern und Ärzten aus Kortrijk und Umgebung, ein Heilkräutergarten angelegt. Über zweihundert verschiedene Kräuter werden dort angepflanzt. Der Baggaertshof steht unter Denkmalschutz.

Die Stadtwanderroute „Metamorphose der Stadt" führt hier vorbei.

Weitere Infos: Baggaertshof‎

Standort: Sint-Jansstraat 37

Geöffnet: Frühjahr und Sommer von 14 bis 18 Uhr; Herbst und Winter von 14 bis 17 Uhr. Geschlossen am Montag, Freitag und an Feiertagen.

Tipp: In der Kapelle steht eine schöne aus Holz geschnitzte polychromierte Skulptur Unserer-Lieben-Frau (Muttergottes) von Olmen von 1626.

Sankt-Antonius-Kirche und Lourdesgrotte

Kortrijk kannte einen großen Bevölkerungsanstieg im neunzehnten Jahrhundert. Es bestand somit ein Mangel an neuen Pfarrkirchen. Die Passionisten Patres ließen sich rund um den Veemarkt (Viehmarkt) nieder und gründeten ein Kloster, eine Schule und die Sankt-Antonius-Kirche (Sint-Antoniuskerk) (1873). Die Kirche wurde ein beliebter Beichtort in Kortrijk. Dieses geschützte Denkmal wurde im neoromanischen Stil erbaut. 

Bruder Isidor war eine Phantasie anregende Figur. Sein Gesundheitszustand war nicht der Beste als er 1912 in der Umgebung um den Viehmarkt ankam. Er erhielt deshalb 1913 (nach einem Jahr in der Funktion des Kochs) die weniger ermüdende Aufgabe des Pförtners. Er war bemüht, jedem zu helfen, der während des Ersten Weltkriegs zu ihm kam und erhielt somit auch den Spitznamen „Bruder Gut“. Bruder Isidor starb 1916, aber auch nach seinem Tod inspirierte er weiter Menschen. 1952 waren die Straßen voller Menschen, als der Leichnam von Bruder Isidor in das neue Prunkgrab in der Sankt-Antonius-Kirche umgebettet wurde. 1984 wurde er sogar selig gesprochen.

Die Lourdesgrotte (Lourdesgrot) fällt den meisten Besuchern direkt ins Auge. Die nachgeahmte Grotte in der Veldstraat wurde am 11. Februar 1908 von Monseigneur Waffelaert anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Marienerscheinung in Lourdes eingewiehen. Seit diesem Tag schließt ein Besuch der Sankt-Antonius-Kirche dann auch oft mit einem besinnlichen Moment an der Lourdesgrotte ab, einer Oase der Ruhe in der quirligen Stadt.


Weitere Infos: Sint-Antoniuskerk

Standort: Wandelingstraat 33

Geöffnet: Täglich von 7.30 bis 18.00 Uhr. Zwischen dem 1. November und dem 1. April bis 17 Uhr geöffnet.

Wissenswertes: Sie können das Grab des seliggesprochenen Bruders Isidor noch stets in der Sint-Antoniuskerk (Sankt-Antonius-Kirche) besuchen. In der Lourdesgrotte werden verschiedene Gadgets mit seinem Bildnis angeboten.

Gottes Gruft

In der Sankt-Martins-Kirche können Sie die „Gottes Gruft" (Kelderke Gods) in einer Seitenkapelle betreten. Ein Ort, an dem viele Pilger vorsprechen kamen (und kommen!) zum Schutz gegen allerlei Unheil und Krankheiten und mit der Bitte um Unterstützung. Hier findet man Zettel mit Mitteilungen, wie: „Hoffentlich kehrt mein Sohn heil von seiner Reise zurück.“ Und die Menschen zünden dort eine Kerze an. Bis vor kurzem konnte man hier nicht nur beten: Man konnte sich mit zig Reliquien segnen lassen, ein gesegnetes Gebäck und eine Medaille oder ein Band, das man um das kranke Körperteil tragen musste, erhalten.

Bereits 1413 wurde dieser einzigartige Anbetungsort erwähnt. Unter dem Hochaltar wurde eine Art Grotte angebracht, in der die Szene der Grablegung dargestellt wurde. Karel Delbaere aus Kortrijk bildhauerte dies 1894, nachdem die vorherige Standbildgruppe durch einen Brand zerstört worden war. Viele Beginen hielten hier Wache, um den Menschen zu helfen, zu trösten und Mut zuzusprechen. Es steht hier ein Standbild von Marie, da sie die „Mutter der Leidenden" ist. Die Beginenschwester Augusta war eine der glühendsten Verehrerinnen der „Kelderke Gods“.

Weitere Infos: Sint-Maartenskerk

Standort: Sint-Maartenskerkstraat

Geöffnet: An Werktagen von 9.00 bis 18.00 Uhr, am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März bis 17 Uhr geöffnet. Keine Besichtigung während der Gottesdienste.

Wussten Sie, dass: die Begine Augusta Seurinck, die letzte Begine war, die jeden Tag die „Kelderke Gods“ besuchte, bis sie 1979 starb?

Wunderskulptur Unserer Lieben Frau von Groeninge

o lautet die Geschichte dieser Wunderskulptur: „Het Beeld van Maria van Groeninghe, Vermaerd door veel Miraeckelen is ghevonden gheweest ten jaere 1281 in eenen bosch door den Paus Martinus den IV, ende vereert aen Beatrix Gravinne van Vlaenderen int jaer 1285 de welke dan tot Roomen was ende het zelve naer Curterick ghebraght heeft.”

Die Legende besagt in der Tat, dass Gräfin Beatrix diese Skulptur von einer Pilgerreise aus Rom mitgebracht hat. Sie soll sie vom Papst erhalten haben. Das ist zweifelhaft, da in anderen Schriften über das Leben der Gräfin mit keinem Wort eine Pilgerreise nach Rom erwähnt wird. Es bleibt jedoch ein schöne Geschichte unter der Rubrik „Verschiedenes“. Diese wundervolle aus Elfenbein gefertigte gotische Skulptur aus dem 13. Jahrhundert kann in der Sankt-Michaels-Kirche besichtigt werden. Eine kleine Nachbildung ist auch in Kortrijk 1302 ausgestellt.  Die Verbindung zwischen der Skulptur und der Schlacht der Goldenen Sporen ist dann auch nicht zu missachten. Vor der Schlacht sollen die flämischen Truppen die Marienstatue mit Kind um Hilfe angerufen haben. Ihre Gebete wurden erhört und die flämischen Truppen schlugen das französische Reiterheer. Seitdem wird dieses kunstvolle Bildhauerwerk als „Wunderskulptur“ bezeichnet. Es gibt allerdings keinen sicheren Beleg, dass sich die Skulptur damals bereits in Kortrijk befand.

Weitere Infos: Wikipedia

Standort: Sint-Michielskerk, Sint-Michielsplein

Geöffnet: Täglich von 8.30 bis 20 Uhr, Montags bis 18.30 Uhr, Sonntags von 8.30 bis 10 Uhr und von 18.30 bis 20 Uhr

Wissenswertes: Die Legende besagt, dass diese Skulptur nach den Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs 1944 unbeschädigt wiedergefunden wurde.

Messeyne Garten

Diesen Stadtgarten erreichen Sie über eine Unterführung des Hotels Messeyne oder über den Guido Gezellepad. Der Garten gehörte zu einem großen Herrenhaus aus dem 19. Jahrhunder des Kaufmanns und Leinen- und Spitzenherstellers, Herrn Benoit. Er hatte auch eine Bleiche neben dem Haus. Das Hotel Messeyne pflegt noch stets den Garten, aber er ist für jeden Besucher zugänglich.

Die Prunkstücke des Gartens sind die wilden Teiche mit einer dekorativen gusseisernen Brücke. Es ist ein sehr romantischer Garten mit Pfaden, sanft gewellten Rasenflächen und verschiedenen Baum- und Straucharten (Linde, Buche, Kastanie, Walnuss, Eberesche, Esche, Ahorn, Eibe, Platane, Rhododendron, Hortensien, Pfingstrosen, Flieder, Birke...). Es steht auch eine neogotische Laube im Garten, die unter Denkmalschutz steht.

Die Stadtwanderroute „Metamorphose der Stadt" und die “10 000-Schritte-Wanderung" führt hier vorbei.


Standort: Groeningestraat 17

Tipp: Hier finden auch Veranstaltungen statt. Adventure Movie Club organisiert ab und zu eine Filmvorführung an diesem inspirierenden Ort. Auch ein Picknick in diesem Garten ist äußerst empfehlenswert.

Mittelalterlicher Keller

Die Keller (middeleeuwse kelder) wurde 1955 beim Bau eines Großkaufhauses am Grote Markt (Großer Markt) Ecke Doorniksestraat entdeckt. Die typischen romanischen Kreuzbogen ruhen auf schweren Pfeilern. Der Keller aus dem Ende des 12. Jahrhunderts gehörte zu einem der ersten Steinkeller in der Stadt. Aus dem Vorhandensein des Kellers kann man schließen, dass die damaligen Hauseigentümer reich waren. Die zwei eingebauten Säulen deuten darauf hin, dass der Keller ursprünglich größer war. Der Keller wurde 1983 unter Denkmalschutz gestellt.

Die Stadtwanderroute „Metamorphose der Stadt" und die „10 000-Schritte-Wanderung" führen hier vorbei.

Weitere Infos: Middeleeuwse kelder

Standort: Grote Markt Ecke Doorniksestraat

Geöffnet: Der mittelalterliche Keller kann nur mit einem Führer besichtigt werden.

TippIn der Auslage der Boutique Afaesa auf dem Grote Markt (Großer Markt) können Sie einen Blick in den Keller werfen.

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