Über das gewaltige Tor, das in der Mitte mit dem Datum 1658 versehen ist, gelangen Sie in den Innenhof dieses Hospitals (Onze-Lieve-Vrouwhospitaal). Vom ursprünglichen Hospital von 1211 sind nur noch die zwei gotischen Bogen auf Blausteinsäulen erhalten. Den Innenhof umschließen links die Kirche und rechts das Kloster und geradeaus vor dem Gebäude ist der Durchgang zum Krankenhaus. Der Innenhof des Hospitals ist einer der besterhaltensten Orte aus dem 17. Jahrhundert von Kortrijk. Die Bezeichnung „Hospital“ (Latein: hospitalis) deutet in erster Linie auf Gastfreundschaft und nicht auf Krankheit. Das Liebfrauenhospital lag direkt vor den Stadtmauern und nach dem Schließen der Tore konnten dort Gäste übernachten. Ursprünglich war das Hospital somit ein Hospiz. Später pflegte man dort auch mittellose Kranke. Dank der neuen Stadtbewehrung lag das Hospital ab 1454 innerhalb der Stadtmauern, wodurch es vor möglichen Überfällen geschützt wurde. Für die Armen waren Unterkunft, Verpflegung und medizinische Pflege kostenlos. Die Stadt bezahlte die Ärzte und Bader. Die Straßenfassade längs der Budastraat hat stilistisch einen heterogenen Charakter mit dem barocker Kapellenfassade, dem Torbogen zum Innenhof und den sieben Fensteröffnungen der zwei Stockwerke des Klosters. 

Weitere Infos: Onze-Lieve-Vrouwhospitaal‎

Standort: Budastraat 37

Geöffnet: Der Innenhof ist immer zugänglich. Die Kapelle ist täglich geöffnet von 9.30 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 16 Uhr. Keine Besichtigungen während der Gottesdienste.

Tipp: Folgen Sie der Budastraat nordwärts bis zur Leie. Links von Ihnen sehen Sie noch einen Teil der alten Stadtmauer.